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Sechs Punkte, an denen Sie einen
guten Immobilienmakler erkennen

Die eigene Immobilie verkaufen – das ist ein Schritt, zu dem die meisten Eigentümer sich nur langsam entscheiden. Oft hat man selbst lange dort gewohnt – in den meisten Fällen ist daher viel Herzblut im Spiel. Und um nicht durch Emotionen und natürlich fehlende Erfahrung solche Transaktionen zu gefährden, greifen viele Verkäufer – logisch richtig – auf einen Makler für den Verkauf zurück.
Der größte Deal Ihres Lebens kann jedoch schnell zum persönlichen Albtraum werden, wenn Sie an den falschen Berater geraten. Bei über 15.000 Immobilienmaklern in Deutschland haben Sie die Qual der Wahl – leider auch zwischen seriösen und unseriösen.
Ob der Immobilienmakler eine gute Arbeit leistet, merkt man leider oft erst viel zu spät.

Damit Sie die schwarzen Schafe der Branche früh genug erkennen, haben wir für Sie sechs Punkte, an denen Sie einen seriösen Immobilienmakler erkennen können, zusammengetragen.

 

Das Gesamtpaket muss stimmen

Wer als Immobilienmakler sein Geld verdienen will, muss einiges dafür tun: begutachten, prüfen, analysieren und nicht zuletzt verhandeln und beraten. Gute Makler müssen mehr bieten als nur das Herumführen von Interessenten durch die Räumlichkeiten. Angepriesen wird viel, doch nur wer hält, was er verspricht, ist sein Geld auch wirklich wert. Nehmen Sie sich deswegen im Vorfeld genügend Zeit, um einen geeigneten Makler für Ihr Anliegen zu finden. Sie werden erkennen, dass es ausreichend Merkmale gibt, die eine eindeutige Sprache sprechen.

 

Punkt 1: Professionelle Präsenz

Eine gute Internetpräsenz und ansprechend gestaltete Anzeigen können ein erstes Indiz für die Kompetenz eines Immobilienmaklers sein. Schauen Sie auf Bewertungen, die Sie finden können und analysieren Sie diese sorgfältig:

  • viele Bewertungen
  • “echte” Bewertungen
  • auch der beste Makler macht Fehler

Bei den typischen 5-Sterne-Bewertungssystemen ist es zunächst wichtig, einen Makler zu finden, der möglichst viele Bewertungen hat und im Durchschnitt mit mindestens 3 bis 4 Sternen bewertet ist.
Durch die hohe Zahl an Bewertungen ist zum einen klar, dass der Makler aktiv ist und zum anderen ist ausgeschlossen, dass es sich nur um Gefälligkeitsbewertungen handelt. Perfekte Bewertungen sollten mit Vorsicht betrachtet werden, denn auch der beste Makler macht Fehler und unzufriedene Kunden gibt es auch immer.

Das alleine ist aber natürlich nicht ausreichend. Achten Sie zusätzlich darauf, unter welcher Nummer der Makler zu erreichen ist: Hat er lediglich eine Handynummer angegeben oder verfügt er auch über eine Festnetznummer? Kontaktieren Sie den Makler zuerst telefonisch. Mangelnde Erreichbarkeit und ausbleibende Rückrufe sollten Sie stutzig machen.

Vereinbaren Sie anschließend mit dem Immobilienmakler ein erstes Kennenlerngespräch und machen Sie sich ein erstes Bild. Wie wirkt der Makler auf Sie? Tritt er professionell auf? Sind seine Umgangsformen angemessen? Trägt er seriöse Kleidung? All diese Fragen können Ihnen bei der Einschätzung Ihres Gegenüber behilflich sein.

Aber nicht nur das Auftreten des Immobilienmaklers kann ein Hinweis auf Kompetenz sein, auch das Arbeitsumfeld spielt hier eine große Rolle. Ein seriöser Immobilienmakler verfügt über ein Büro und wird Sie auch gerne dorthin einladen.

Lassen Sie auch hier Ihren Blick schweifen. Strahlen die Räumlichkeiten Professionalität aus oder handelt es sich um ein ungepflegtes Hinterhofbüro?

Hören Sie auf Ihr persönliches Bauchgefühl – damit können Sie erstmal nicht viel falsch machen. Sollten Sie Bedenken in Bezug auf einen dieser Hinweise haben, schauen Sie sich nach einem anderen Makler um.

 

Punkt 2: Qualifikationen des Immobilienmaklers

Kaufen Sie nicht die Katze im Sack. Bevor Sie sich für einen Immobilienmakler oder ein Maklerbüro entscheiden, prüfen Sie dessen Qualifikation. Für die Ausübung des Maklerberufs gibt es nur geringe gesetzliche Anforderungen. Achten Sie deshalb besonders auf folgende Qualifikationsmerkmale:

  • Abschluss eines Studiums oder
  • Berufsabschlüsse wie Immobilienkaufmann/-frau, Betriebswirt/-in Grundstücks- und Wohnungswesen oder Kaufmann/-frau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
  • Langjährige Berufserfahrung
  • Referenzen als Ausweis erfolgreicher Vermittlungstätigkeiten.

Lassen Sie sich vom Makler gegebenenfalls Referenzobjekte oder Referenzkunden nennen und fragen Sie diese nach ihren Erfahrungen.

Achtung: Ein großes Immobilienangebot ist kein Qualitätskriterium: manche Anbieter nehmen jedes Objekt zu jedem Preis, nur um etwas vorzeigen zu können. Im bestens Fall verschaffen Sie sich in einem persönlichen Gespräch einen Eindruck – Sie werden dabei schnell erkennen, ob der Makler Sie vernünftig berät oder ob er nur Worthülsen nutzt.

 

Punkt 3: Lokale Marktkenntnis

Ein professionell arbeitender Immobilienmakler kennt den lokalen Immobilienmarkt wie den Inhalt seiner Westentasche. Er hat einen Überblick über die aktuellen Grundstückspreise oder den regionalen Mietspiegel. Darüber hinaus sollte der Immobilienmakler die Region mit ihren speziellen Besonderheiten und auch die Leute, die dort leben kennen. Die lokale Marktkenntnis ist für den schnellen und zielgerichteten Verkaufsabschluss unabdingbar; so kann ein regionaler Makler meist schon eine Auswahl an Kaufinteressenten bieten, ohne die Immobilie inserieren zu müssen.

Den lokalen Immobilienmarkt zu kennen bedeutet auch, einen marktgerechten Preis für die Immobilie ermitteln zu können. Übrigens: für eine marktgerechte Wertermittlung muss der Immobilienmakler Ihre Immobilie gesehen haben! Wertermittlungen “mal eben so” am Telefon sind unprofessionell. Hier kommt es auf unterschiedliche Faktoren an: nicht nur das Haus und die jeweilige Ausstattung bestimmen den Preis, sondern beispielsweise auch die Lage. Auch der Zustand des Hauses sollte genau vom Makler geprüft werden – und zwar persönlich vor Ort. Nicht selten überschätzen Eigentümer Ihre Objekte. Es ist die Aufgabe des Maklers, den Kunden neutral zu beraten und Preise realistisch zu ermitteln. Unseriöse Makler nehmen die Preiseinschätzung des Kunden oft kommentarlos an, ohne diese zu korrigieren. Die Folge ist ein Schaden für den Kunden: Die Immobilie wird am Markt als überteuert wahrgenommen und “verbrennt”. Letztlich muss der Eigentümer dann sogar einen niedrigeren Preis akzeptieren, als wenn der Makler von vorneherein realistisch angeboten hätte. Schauen Sie also genau hin, wie der Makler auf Ihre Preisvorstellung reagiert oder besser noch: lassen Sie erst ihn einen Preis ermitteln.

 

Punkt 4: Beratung ohne Zeitdruck & Fehlende oder schlecht vorbereitete Unterlagen

Es geht oft um die größte Transaktion in Ihrem Leben. Dass man die nicht mal eben so tätig, sollte nicht nur Ihnen bewusst sein, sondern vor allem dem Makler. Eine Immobilie zu verkaufen, ist sehr aufwendig. Man investiert nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Geduld. Eine Beratung ohne Zeitdruck ist demnach ein weiteres Merkmal für die Seriosität eines Immobilienmaklers. Im intensiven und persönlichen Gespräch sollte der Berater in der Lage sein herauszufinden, was dem Kunden  und Auftraggeber wichtig ist. Er sollte auf Wünsche und Bedürfnisse eingehen, aber auch die wirtschaftliche Situation ansprechen. Ein guter Immobilienmakler ist Verkäufer, Vermittler und Berater in Personalunion.

Neben den Wünschen und Bedürfnissen zählen natürlich auch die “harten Fakten”. Ein seriöser Immobilienmakler muss alle nötigen Unterlagen zum Objekt einfordern. All das, was der Verkäufer nicht physisch bereits besitzt, besorgt der bevollmächtigte Makler. Hier handelt es sich beispielsweise um aktuelle Grundbuchauszüge, Teilungserklärungen, Lageplan, Erschließungskosten oder Grundrisszeichnungen. Zumeist ist auch ein Besuch beim zuständigen Bauamt notwendig.

 

Punkt 5: Schriftliche Vereinbarungen & Informationsfluss

Alles was Sie mit einem Makler vereinbaren, sollte schriftlich festgehalten werden. Theoretisch reicht zwar eine mündliche Vereinbarung, da für Maklerverträge grundsätzlich keine Schriftformerfordernis existiert, ein seriöser Immobilienmakler wird aber in beiderseitigem Interesse auf ein schriftliches Dokument bestehen. Hier werden alle Absprachen zwischen dem Kunden und dem Immobilienmakler notiert. Bei späteren Unklarheiten oder sogar im Streitfall genügt dann ein Blick in die Unterlagen.

In einem Maklervertrag sollte Folgendes festgehalten werden:

  • Das Objekt, welches vermittelt werden soll.
  • Die Daten des Eigentümers und des Maklers.
  • Die Laufzeit und Befristung des Vertrages.
  • Die Höhe der Provision.
  • Die Kündigungsfrist.
  • Die Pflichten beider Vertragsparteien.

Informationsfluss: Während der Vermarktungsphase sollte ein Makler den Verkäufer laufend über den aktuellen Stand informieren. Die Zahl der Anfragen, versendeter Exposés und der Besichtigungen wäre dabei das Mindeste. Darüber hinaus helfen die Absagegründe von Interessenten, das eigene Angebot zu hinterfragen und gegebenenfalls sogar, dieses anzupassen und zu optimieren. Ein Verkäufer darf daher vom Makler erwarten, dass ihn dieser auf dem Laufenden hält, was die Kritikpunkte der Interessenten angeht und darauf abgeleiteten Vorschläge zur Verbesserung der Vermarktung macht. Klären Sie vor der Beauftragung eines Maklers, wie dieser den Informationsfluss sicherstellen will.

 

Punkt 6: Haftpflichtversicherung

Fehler passieren uns leider schneller und häufiger, als uns lieb ist. Auch qualifizierten Immobilienmaklern können Fehler unterlaufen. Anders als bei den schwarzen Schafen in der Branche, stehen die seriösen Makler aber für Ihre Fehler gerade: Sie verfügen über eine geeignete Versicherung im Schadensfall. Gibt ein Makler beispielsweise eine falsche Auskunft über die Bebaubarkeit des Grundstücks, muss der Makler dem Kunden den finanziellen Schaden ersetzen. In einem solchen Fall springt die sogenannte Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ein. Ein seriöser Immobilienmakler sichert so seine Kunden vor möglichen Schäden aufgrund eines Versehens ab – und sich selbst natürlich auch.

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